Die hustende Werbetafel

Die Apothekenkette Apotek Hjärtat machte in Stockholm mit einer brillianten Anti-Rauch-Kampagne auf sich aufmerksam. Für einen Tag wurde eine elektronische Werbetafel aufgebaut. Wenn Raucher an der Tafel vorbeigingen, hustete der Mann auf dem virtuellen Poster!
In der heutigen Zeit ist es schwer für Raucher. In der Gesellschaft haben Sie es nicht leicht und Glimmstängel haben schwere gesundheitliche Folgen mit sich. Die WHO schätzt die Zahl der Raucher weltweit auf 1,1 Milliarden. Etwa sechs Millionen Menschen sterben jährlich daran. Nun gibt es seit dem Jahr 2016 Schockbilder auf Zigarettenverpackungen und das Rauchen wurden im Zuge des Nichtrauchergesetztes in Lokalen verboten. Ob das alles den Raucher davon abhält zur nächsten Zigarette zu greifen? Das ist fraglich. In Stockholm wurde ein anderer Weg gefunden Raucher vom Glimmstängel wegzukommen.

Am 14. Dezember wurde ein digitale Plakat in Stockholm aufgestellt. Das Poster wirkte unauffällig: ein junger Mann schaute ab und zu auf und blinzelte dazu. Die Show begann aber erst, sobald sich rauchende Menschen der Werbetafel näherten: auf einmal hustete der Mann und hielt sich die Hand vor den Mund! Die Anti-Rauch-Kampagne zeigte neben dem hustenden Mann vier Rauchentwöhnungsprodukte, darunter verschiedene Nikotin-Pflaster und Kaugummis.

Aber wie funktioniert dieses Plakat?

Das Plakat war eine übliche digitale Werbetafel, welche mit mehreren Sensoren für Rauch ausgestattet wurde. Und so wurde das Plakat jedes mal aktiviert, wenn sich jemand mit einer Zigarette in die Nähe begab. Die Aktion trug übrigens den Namen "Neues Jahr, neue Lösungen" und sollte Menschen motivieren, zum Jahresbeginn mit dem Rauchen aufzuhören.
"Man stelle sich vor, man steht an der Haltestelle und steckt sich genüsslich eine Zigarette an. Plötzlich beginnt das Plakat neben einem zu husten. In Schweden kann das passieren." (n-tv)
Eine Sprecherin erklärte: „Der Aufsteller war nicht der Kern der Kampagne. Viel wichtiger ist das Video, das an dem Tag gedreht wurde und sich jetzt viral im Internet verbreitet. Der Fokus lag also auf dem Film und seiner Verbreitung in den sozialen Medien. Die Apotheken-Kette hofft, dass die Schweden so ihre Neujahrsvorsätze leichter umsetzen können. Rund 376.000 Mal ist das Video auf Facebook bereits angesehen worden.


Weitere Guerilla Werbung: Boehringer Ingelheim und das interaktive Poster

Boehringer Ingelheim präsentierte letztes Jahr im Sommer am Berliner Hauptbahnhof ein Poster, das Erkältungspräparate anzeigt, wenn Passanten husten oder niesen. Dazu haben wir in der Vergangenheit berichtet, mehr dazu hier.

Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ)

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1 Comment

  1. Raucher haben es Heute tatsächlich schwer. Ich bin seit einigen Jahren Nichtraucher, finde aber dennoch dass die Hetzkampagne zu weit geht. Dennoch ist die Idee an sich Klasse und nutzt die vielen Vorteile der heutigen modernen Technik. Einmal Applaus.

    LG Damian

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