Transplantationsregister gegen neue Organspendeskandale

Nach zahlreichen Transplantationsskandalen und Manipulationen bei der Verteilung von Organspenden in deutschen Kliniken, ist bei vielen Bürgern das Vertrauen in das System zerstört. Seit Jahren nimmt die Anzahl an Organspenden ab und viele Patienten warten vergeblich auf eine Transplantation, die ihre einzige Chance auf Lebensrettung darstellt.
Wie kann die Transplantationsmedizin in Deutschland verbessert werden? Die Bundesregierung hat hierzu vor einer Woche den Entwurf eines Gesetzes zur Errichtung eines Transplantationsregisters beschlossen. Noch in diesem Jahr soll das Gesetz in Kraft treten.


"Mehr als 10.000 Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Doch die Zahl der gespendeten Organe reicht bei Weitem nicht aus, allen Betroffenen zu helfen." - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe


Wie funktioniert das Transplantationsregister?

In dem Register werden alle bundesweit erhobenen Daten von der Organentnahme bis hin zur Nachbetreuung nach einer Transplantation gebündelt. Das Ziel ist eine einheitliche und umfassende Datenerhebung im gesamten Prozessablauf der Transplantationsmedizin. Erstmals sollen Daten von verstorbenen Organspendern, Organempfängern und Lebendspendern bundesweit zentral zusammengefasst und miteinander verknüpft werden. Die Weitergabe der Daten erfolgt aus datenschutzrechtlichen Gründen nur dann, wenn sowohl Organempfänger als auch lebende Organspender ausdrücklich ihre Einwilligung gegeben haben.


Was soll besser werden?

Langfristig soll das Transplantationsregister unter anderem dazu beitragen, die Wartelistenkriterien sowie die Verteilung der Spenderorgane weiterzuentwickeln. Denn es liefert fundierte Informationen darüber, zu welchem Organempfänger ein Spenderorgan am ehesten passt. Die Daten sollen auch für Forschungszwecke und zur Verbesserung der Qualität von Transplantationszentren eingesetzt werden.

Wichtig sei vor allem das verlorengegangene Vertrauen in die Organtransplantation wieder zu stärken, die Transplantationsmedizin weiter zu verbessern und die Patientensicherheit in Deutschland zu erhöhen.

Der Gesetzentwurf legt fest, dass die Selbstverwaltungspartner (GKV-Spitzenverband, Deutsche Krankenhausgesellschaft und Bundesärztekammer) geeignete Stellen mit der Errichtung und dem Betrieb einer Transplantationsregisterstelle beauftragen.


Wie steht ihr zum wichtigen Thema Organspende?

Wenn ihr euch noch weiter informieren wollt, findet ihr aktuelle Zahlen, Statistiken und Fachinformationen bei der Deutschen Stiftung für Organtransplantation.

Ans Herz legen möchte ich euch auch organpaten.de und organspende-info.de. Hier könnt ihr euch weiter beraten lassen und euren Organspendeausweis direkt ausdrucken oder bestellen.

via: Pressemitteilung des BMG

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