Healthbots - die Computerstimme erobert die Gesundheitsversorgung

Firmen wie Facebook, Amazon, Apple und Google stecken viel Geld in die Entwicklung von sogenannten Chatbots, ein persönlicher Assistent wie Siri und Cortana ist die Zukunft - darauf setzt jedenfalls das halbe Silicon Valley. Schwappt diese Welle auch nach Deutschland?

Was sind überhaupt Chatbots?

Chatbots sind unabhängig von Betriebssystemen wir iOS oder Android und entwickeln sich daher zu einer ernsthaften Konkurrenz für Apps. Chatbots können bestehende Spracherkennung sowie künstliche Intelligenz spielend integrieren und werden populär bei Messenger Diensten, deren User-Interface den Nutzer bekannt ist, eingesetzt. Ein ganz wesentlicher Vorteil ist, dass die lästige Installation von Apps wegfällt.

Design und aufwendige Programmierkosten entfallen bei Chat-Bots, da hier eine einfachen Eingabe- und Ausgabefeld aussreicht. Im Gesundheitswesen bereits die ersten Chatbots an den Mann gebracht, wie Your.MD oder Babylon Health. Generell kann eine Kommunikation mit Kunden und Patienten mit Chatbots teilweise oder vollständig automatisiert werden.

Babylon Health

Babylon Health der Arzt 24/7 in der Hosentasche - der Benutzer gibt in der App bequem seine Beschwerden ein und wählt dazu den gewünschten Arzt (Allgemeinmediziner oder Spezialist) aus. Anschließend wird der Patient per Audio- oder Videokonferenz mit dem Mediziner auf dem Smartphone verbunden. Statt von Husten und Fieber gepeinigt in die Arztpraxis zu fahren und eine Verschleppung der Krankheit zu riskieren, kann der Patient schonend vom Krankenbett aus seine Beschwerden schildern. Schwere und umständliche Wege zum Arzt fallen weg, denn dank des Smartphones konsultiert man den Arzt viel häufiger. Denn warum zum Arzt gehen, wenn die Expertise über das Handy erreichbar ist? Babylon Health will aber mehr sein als ein webbasierter Symptom-Checker. Das Startup, das über 100 Forscher beschäftigt, hat einen Chatbot entwickelt, der rund um die Uhr automatisiert Fragen von Patienten beantwortet.
 

Healthbots stellen also Diagnosen?

Der virtuelle Assistent wurde mit massenhaft Daten über Symptome gefüttert und von über 100 Ärzten akkreditiert. Wenn man den virtuellen Arzt fragt, was man gegen Bauchschmerzen tun kann, antwortet er im Chatverlauf: "Haben Sie sich kürzlich am Magen verletzt?" So entsteht ein Dialog, in dem der Robo-Doc ("Healthbot") am Ende eine Diagnose stellt. Die Expertise, die Babylon anbietet, basiert auf Milliarden Datenpunkten, die aus tausenden Onlinekonsultationen seit dem Launch gesammelt wurden. Und je mehr der Algorithmus dazulernt, desto präziser werden seine Analysen. Die Diagnosen sollen laut Babylon Health eine Genauigkeit von 92 Prozent haben. Der Artificial-Intelligence-Arzt verwandelt das Smartphone in eine mobile Arztpraxis, die von überall auf der Welt mit einer funktionierenden Internetverbindung besucht werden kann. Das Gesundheitswesen steht damit vor einer der größten Revolutionen.
Apps haben nur wenige Jahre gebraucht, um die Herzen von Patienten zu erobern. Mit Healthbots kann sich das Gesundheitswesen nochmals nachhaltig verändern. In Zukunft stehen Pflege- oder Healthbots den Patienten und Angehörigen zur Seite, erleichtern die Diagnose, vermitteln den Arzt und Apotheker und reduzieren den Gang zum Arzt bzw. Apotheker vor Ort. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Healthbots in der Gesundheitsversorgung richtig angekommen sind.

via: babylonhealth und eHealth Consulting GmbH

Lad dir die App (iOS) kostenlos herunter:

babylon: online doctor
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Entwickler: Babylon Health
Preis: Kostenlos

Steffen Nold
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Steffen Nold

Ich brenne für die Digitalisierung im Gesundheitswesen und verfolge die Entwicklung in der Pharmaindustrie, Apothekenmarkt, Krankenhaus und Startup-Szene ganz genau. Hier wird sich in Zukunft einiges tun. Aktuell arbeite ich in einem Pharmaunternehmen und absolviere einen berufsbegleitenden Masterstudiengang.
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